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Termine

28.10.
29.10.
31.10.
Reformationsfest
Pöttelsdorf
31.10.
 
   
 

Fachinspektor für den Religionsunterricht an Höheren Schulen
Pfr. Mag. Frank Lissy-Honegger
Conradplatz 4,  7071 Rust
02685/347  lissy-honegger@aon.at

Fachinspektorin für den Religionsunterricht an Pflichtschulen
Andrea Postmann
Bergstraße 16, 7000  Eisenstadt
0699/18878110   andrea.postmann@bkf.at

 

Bericht über den Religionsunterricht an APS des Burgenlandes

Der Religionsunterricht an Burgenlands Pflichtschulen ist sehr bunt und vielfältig. Es gibt noch Gruppen mit über 10 Schülern, das bedeutet zwei Wochenstunden pro Gruppe. Viele Gruppen sind aber unter dieser Zahl 10 und erhalten daher nur eine Wochenstunde Religionsunterricht. Wir unterrichten auch klassenübergreifende Gruppen, ja es gibt auch Religionsgruppen die schulübergreifend unterrichtet werden - bis hin zu Stunden mit einem Kind.

Für ReligionslehrerInnen bedeutet das, bis zu 12 Schulen zu betreuen. Das Schöne daran ist, dass wir an vielen Schulen sind, viele verschiedene Schulen kennen lernen. Das Schwierige daran kann sein, einen Stundenplan zu erstellen, der einen ordnungsgemäßen Unterricht für die Kinder ermöglicht und zeittechnisch auch von der Lehrerin zu bewältigen ist. Oft finden auch am Nachmittag Religionsstunden statt . Was uns da entgegenkommt ist, dass viele unserer Schüler in der Nachmittagsbetreuung sind und daher nicht von zu Hause kommen müssen. Probleme bereiten momentan die Organisation des Unterrichtes von Gruppen unter drei Schülern und das Unterrichten von einzelnen Schülern. Das sind Stunden, die von der Kirche zu bezahlen sind; die ReligionslehrerInnen bekommen dabei pro Monat 30 Euro. Wieweit es möglich sein wird, in Zukunft Einzelunterricht an Schulen zu geben, ist momentan noch offen. Großes organisatorisches Talent ist hier vom Religionslehrer gefragt.

Der heutige Religionsunterricht ist auch sehr vielschichtig: didaktisch und methodisch immer am Puls der Kinder. Fächerübergreifende Projektarbeit wird verstärkt in der neuen Mittelschule durchgeführt. Die kleinen Gruppen ermöglichen den ReligionslehrerInnen, sehr auf die einzelnen Kinder einzugehen und sehr persönliche und tiefe Gespräche zu führen. Das schöne an der Arbeit als Religionslehrer ist die Freude und die Begeisterung, die wir von unseren Schülern täglich bekommen. Kinder lieben Geschichten, sie sind offen für die frohe Botschaft. Die Botschaft, „Gott liebt dich so wie du bist", hören manche von ihnen nur von uns.

Zu beobachten ist auch die unterschiedlichste Bindung der Kinder an eine Pfarrgemeinde. Viele in der Diaspora lebende SchülerInnen haben einen nicht so starken Bezug zum gottesdienstlichen Leben einer Pfarrgemeinde.

Bunt ist auch die immer kleiner werdende Schar der ReligionslehrerInnen, im Laufe der Jahre haben viele von ihnen Zusatzausbildungen gemacht, da die meisten ReligionslehrerInnen keine volle Lehrverpflichtung an Religionsstunden bekommen konnten. Einige werden in Zukunft in diesen ihren neuen Fächern Stunden bekommen. Einige Kolleginnen sind in den letzten Jahren auch ausgeschieden und haben einen Vertrag vom Land Burgenland als Klassenlehrerinnen erhalten.

ReligionslehrerInnen aus dem Burgenland arbeiten an der Weiterentwicklung des Lehrplanes für Volksschulen mit, sie pflegen auch einen Österreich weiten Austausch in Arbeitsgemeinschaften. In Arbeitsgemeinschaften Nord und Süd werden neue Unterrichtsmaterialen erstellt. Austauschbörsen sind in den Arbeitsgemeinschaften eine Selbstverständlichkeit und auch der Austausch von positiven Entwicklungen, Erfahrungen, Neuerungen ist gegeben. Probleme werden unter den Kollegen offen ausgesprochen. Unsere KollegInnen sind nicht nur kreativ, sie bilden sich auch regelmäßig weiter und sind bereit, dies auch in ihrer Freizeit zu tun.

Sehr wichtig für uns ist auch die Wertschätzung und Unterstützung des Religionsunterrichtes von Seite der Gemeinden und der Kirchenleitung. Herr Superintendent Koch besucht im Rahmen der Visitationen alle Schulen, was für die Öffentlichkeitsarbeit und die Stärkung des Religionsunterrichtes sehr wichtig ist. Volle Unterstützung haben wir auch von unserer Frau Fachinspektorin Walpurga Wukovich, wenn es um Lösungen von Problemen in den Schulen geht. Sie hat immer ein offenes Ohr und unterstützt uns nach ihren Möglichkeiten. Wenn über die Stellung des Religionsunterricht an den Schulen diskutiert wird, dann fragen Sie Kinder in der Volksschule nach ihrem Lieblingsfach: neben Turnen ist es sehr oft Religion.

Zum Schluss eine kleine Begebenheit: auf die Frage „ich stehe auf...." kam neben vielen tollen Dingen wie Schokolade, ... von einem kleinen fröhlichen Burschen die Antwort „ich stehe auf den lieben Gott!"

Ich denke das sind Lichtmomente, die wir als Religionslehrer wirklich sehr oft erleben dürfen. In diesem Sinne: stehen sie auf den lieben Gott und stehen sie zum Religionsunterricht an unseren Schulen.

RenateKast

 

 
   
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